Naturgewalt und geniale Ingenieurskunst
Prächtig stehen derzeit die schönen Turbinen in der großzügigen Maschinenhalle. Wenn sie aus dem Gebäude entfernt werden, sollen sie unbedingt in einen verständlichen Kontext gesetzt werden.
Wer besichtigt die Schauturbine? Um die Wasserbautechnik einem breiten Publikum bekannt zu machen, sollte der emotionelle Hintergrund der Technik auch dargestellt werden – urgewaltige Kraft des Wassers – und die geniale Ingenieurskunst der Energietransmission. Also
wir versuchen die Turbine nicht in einem leblosen Raum darzustellen, sondern haarscharf über das brausende Wasser gleichsam schwebend zu setzen, um diese gewaltige Kraft und Energie erfahrbar zu machen.
Das ästhetische Konzept baut auf den Gegensätzlichkeiten auf (starre Formen – dynamische Umgebung) und betont die Dynamik: Der Besucher nähert sich der schwebenden Turbine über einen Verbindungssteg. In eine kristalline, möglichst transparente starre Glasform hineintauchend kann er sich zu den unteren Ebenen der Turbine bewegen. Dabei erfährt er immer mehr das brausende, aufgischende Wasser, dass durchaus Respekt vor der Naturgewalt und Ingenieursleistung einflössen kann. Denn die Glasform ist nach unten offen und auch die Stege sind mit Gitterrosten versehen, zur optischen und akustischen Transparenz (gleichzeitig auch für den Wasserdurchfluss geeignet).
Präzisierung zum Standort
Von der Turbine sollte das Mutterkraftwerk nicht weit entfernt sein, um den ursprünglichen Zusammenhang aufrecht zu erhalten.“
Zeitraum: 2008
Leistung: Wettbewerbsentwurf, Anerkennungspreis





